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Der Eindringling nach Maurice Maeterlinck, Idee und Realisation: Arved Schultze und Steffi Wurster PLATEAUX - Neue Positionen darstellender Kunst 2005, Mousonturm Frankfurt |
Das Besondere an Maeterlincks Drama ist die metaphorische Darstellung eines todbringenden, verändernden Prinzip, das unsichtbar bleibt und nur durch seine Wirkung präsent ist – ähnlich dem „Etwas“, das in Lost Highway in eine Wohnung eindringt und die schlafenden Bewohner auf Video aufzeichnet.
In der szenischen Installation „Der Eindringling“ wird dieses Prinzip nicht über das traditionelle Zuschauer-Darsteller-Verhältnis erzählt, sondern indem dem Besucher selbst die Perspektive des Eindringlings zugeordnet wird. Er erlebt den ersten Teil der Erzählung als Video aus der Position des sich nahenden Todes. Die Kamera (visuelle Perspektive) bewegt sich durch den Garten, die Kellertür und über die Treppe bis zum Schlafzimmer. Der Zuschauer hört dabei das Gespräch des alten Mannes mit den Familienmitgliedern, die den nahenden Tod spüren.
Im Anschluss wird der Zuschauer auf den Weg geschickt, den er bereits aus dem Video kennt. Er reproduziert, was er gesehen hat und wird so selbst zum Eindringling. Über die Außenwendeltreppe gelangt er in den 5.Stock des Mousonturms und betritt am Ende eines Flurs die Szene: das Zimmer der kranken Mutter. Dort erlebt er die Fortsetzung des Dramas als Hörspiel und szenische Performance. Über den Lastenaufzug führt die performative Tour den Zuschauer in den Keller, in das Soffittenlager des Theaters, in dem „Der Eindringling“ sein Ende findet.
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